Der Mythos Route 66

Posted by on 11. November 2013

Bildquellenangabe: 	Miro Jennerjahn  / pixelio.de

Bildquellenangabe: Miro Jennerjahn / pixelio.de

Als eine der bekanntesten Fernstraßen der Welt lockt die Route 66 wie schon seit ihrer offiziellen Eröffnung im Jahre 1926 unzählige Touristen an, die der Versuchung von Freiheit und Abenteuer nicht widerstehen können. Es gibt kaum jemanden, der nicht davon träumt, einmal im Leben mit dem Motorrad, idealerweise mit einer echten Harley Davidson, die knapp 4000 Kilometer von Chicago zur Westküste der USA nach Santa Monica zu fahren. Schon früh entwickelte sich die „Mutter aller Straßen“ zum Touristenmagneten, verband sie doch seit jeher strebsamen Pioniergeist mit ausgelassener Unbekümmertheit. Immer wieder wurde die Route 66 zu Rekordfahrten quer durch die Staaten genutzt. Die großen Sänger ihrer Zeit verewigten die Straße in ihren Songs, sodass sie schon bald zum bekanntesten Highway und nach und nach schließlich zur Legende wurde.

Route 66 fördert Wachstum

Während um die Route 66 herum ganze Ortschaften mit Tankstellen, Diners und Fastfoodketten entstanden, schwand mit dem technischen Fortschritt auch ihre verkehrspolitische Bedeutung. Größere, weniger kurvenreiche Interstates mussten her, und fortan war die Route 66 ausschließlich den Abenteurern und Träumern vorbehalten. Ihr Kultstatus wuchs hierdurch natürlich an, kam doch ein Gefühl von Nostalgie dazu. Es folgten erfolgreiche Filme wie Easy Rider, die das Bild von Unabhängigkeit und Freiheit nur allzu gerne unterstrichen. Heute ist die Route 66 zum Teil von gut ausgebauten Interstates ersetzt, zum Teil einfach abgenutzt und verwittert. Doch auch wenn sie mittlerweile in die Jahre gekommen ist, bleibt der Mythos Route 66 bestehen und sorgt auch im 21. Jahrhundert für Touristenstürme in die Vereinigten Staaten.

Was es zu sehen gibt

Die Route 66 ist grob viermal so lang wie die Bundesrepublik Deutschland. Da verwundert es nicht, dass sich ein Teil der Beliebheit von den unzähligen Sehenswürdigkeiten entlang der Route 66 ableiten lässt. In der Weltstadt Chicago beginnt die Reise durch acht Bundesstaaten, die oftmals von mittlerweile historischen Geschäften und Motels entlang der Strecke begleitet wird. Springfield und St. Louis mit seinem Gateway Arch sind die nächsten Ziele, ehe es nach Oklahoma City und der Cadillac Ranch bei Amarillo in den landschaftlich attraktiven Teil der Route 66 geht. Nach Überqueren der ersten von zwei Zeitzonen finden sich die Biker immer mehr in Indianergebieten wieder. Arizona folgt New Mexico und damit auch die alte Goldgräberstadt Oatman, in der wie an keinem Ort sonst der Pioniergeist des Wilden Westens für Touristen konserviert wird. Ohne Alternative ist der kurze Abstecher zum Grand Canyon als einem der imposantesten Naturparks weltweit. Kurz vor Ende der Reise bietet die Route 66 ein echtes Filmset, denn kaum ein Wild-West-Film kommt ohne fast schon klischeehafte Aufnahmen des Monument Valleys aus. Nach der Mojave-Wüste ist das Ziel der Reise die Stadt der Engel – Los Angeles. Die Route 66 endet direkt am Pazifischen Ozean, am Santa Monica Pier, wo traditionellerweise das Abenteuer auf dem ganzjährigen Vergnügungspark ausklingt.

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